Niklasdorf

Aufdruckart: neuer Nennwert im Buchdruck

Frankaturgültigkeit: 28.9.38 - 6.10.38

 

Diese Gemeinde war während der Sudetenlandkrise stark umkämpft. Die Besetzung des Postamtes wechselte mehrmals. Im Gegensatz zu Konstantinsbad wurden hier die Zierfelder der Gedenkmarken grundsätzlich überdruckt. Auch kommen vereinzelt Kopfsteher und seitenverkehrte Aufdrucke vor.

Zu Niklasdorf gehört mit der MiNr. 27 die seltenste Briefmarke mit der geringen Auflage von nur 2 Stück. Diese Marke existiert jedoch nur in gestempelter Erhaltung.

 

postfrisch

(postfrische Marken von Niklasdorf sind sehr rar)

Schätzungsweise dürften nur ca. 3% der ursprünglichen Auflage postfrisch geblieben sein, da die meisten Marken sofort aufgebraucht wurden, entweder durch Bedarfspost oder durch Sammlerbelege um sich die historischen Befreiungsstempel zu sichern. Noch vorhandene postfrische Stücke sind deshalb Raritäten ersten Ranges.

 

 

gestempelt

Nachfolgend sehen Sie die Niklasdorf MiNr. 27, der Spitzenwert des Sudetenlandes, mit einer Auflage von nur 2 Stück. Nachgewiesen ist, dass es sich jeweils um abgestempelte Briefstücke mit Marken aus der linken unteren Bogenecke (mit Plattennummer 1 bzw. 1A) handelt. Ob das Exemplar mit Plattennummer 1 noch existiert ist nicht bekannt. In ungebrauchter Erhaltung existiert diese Marke folglich nicht.

 

Luxus-Briefstück MiNr. 27 gepr. Dr. Hoerr, Dr. Dub und Mahr BPP

 

 

 

 

Belege

 

MiNr. 1 als Mischfrankatur auf tarifgerechter Karte vom Freikorps Truppführer Rogoll

gepr. Osper (Auflage: St. 75, auf echt gelaufener Karte sehr selten)

MiNr. 19 als Einzelfrankatur (Auflage St. 620, auf Beleg selten)

 

 

MiNr. 56 auf Brief vom Sudetendeutschen Eisenbahner-Freikorps.

Echt gelaufen nach Neisse und abgebildet im Handbuch von Dr. Hoerr

MiNr. 118 als Einzelfrankatur gepr. Osper BPP (Auflage: St. 100, auf Beleg selten)